Hochzeitsfrust

Egal, ob eine freie Trauung, eine standesamtliche Heirat oder eine kirchliche Trauung vorgesehen ist. Eine richtige Hochzeitsfeier gehört für alle Ehepaare dazu. So bald feststeht: „Wir heiraten!“, stürzen sich die meisten Bräute mit Freude und Begeisterung in die Vorbereitungen. Etliche Wochen später versteht die Braut die Welt nicht mehr. Der Druck, eine perfekte und einzigartige Heirat zu erleben, wird übermächtig. Alles ist nur noch anstrengend und irgendwie scheint nichts zu klappen. Die Angst vor einer misslungenen Hochzeit wächst, dabei soll es doch ein echter Traumtag werden.

So ein Brautkoller ist völlig normal und er geht vorbei. Die zukünftige Ehefrau kann selbst eine Menge für eine schnelle Besserung beitragen.

 

HochzeitsfrustPerfektionszwang

 

Wenn die Vorbereitungen zu stressig sind, müssen vielleicht mal die Ansprüche (meist die der Braut!) auf den Prüfstand. Was braucht die eigene Traumhochzeit wirklich? Nicht alles, was für Hochzeiten angeboten wird, ist notwendig. Viele teure oder zeitaufwändige Details fallen den Gästen (und dem Brautpaar!) später nicht mal auf. Liebe Braut, sich dafür die Freude an der einmaligen Vorbereitungszeit zu verderben, wäre nur schade. Streich also, was du eigentlich überflüssig findest und konzentrier dich nur auf deine echten Wünsche.

 

Und für die Erledigungen, die nicht weggelassen werden sollen, solltest du dir jede Hilfe holen, die du kriegen kannst. Niemand in deinem Umfeld wird Zeit haben, deine komplette Hochzeit zu organisieren oder ständig bei dir mit anzupacken. Aber bei einem Gläschen Sekt mal einen Abend Tischkarten schreiben und falten oder Dekorationen basteln kriegt jede deiner Freundinnen hin. Möglichst kleine Aufgabenbereiche auf immer wieder andere Freunde zu verteilen, lautet das Rezept. Du wirst sehen, die meisten freuen sich über deine Hilfeanfrage und wollen sehr gern zumindest einmal dabeisein.

 

Keine Hilfe vom Zukünftigen

 

Ein besonderes Problem, mit dem manche Bräute zu kämpfen haben, ist die scheinbare Teilnahmslosigkeit der zukünftigen Gatten. Irgendwie interessiert er sich kaum für die Planung und übernimmt Aufgaben nur auf direkte „Anweisung“ hin. Das Gefühl von Desinteresse kann schon sehr verletzend sein. Aber, liebe Braut, dein baldiger Ehemann hat womöglich nur das Gefühl, dass ihn die Welle der Hochzeitsvorbereitungen überrollt. Das hat er sich vielleicht alles anders vorgestellt. Ruhiger und entspannter mit weniger Tamtam. Da hilft nur reden, reden, reden. Du erwartest ja nicht, dass er sich plötzlich für verschiedene Rosétöne bei Rosenblüten interessiert. Aber ob seinen Eltern das Essen auf der Hochzeitsfeier gut schmeckt und die Musik zu euch und euren Gästen passt, wird ihm ganz sicher nicht egal sein. Da kann er auch die Telefonate mit dem Catering oder die Organisation eines tollen DJs übernehmen.

 

„Faule“ Gäste

 

Ein echtes Ärgernis sind Gäste, die sich nicht auf die so liebevoll ausgesuchten Einladungen zurückmelden und das angegebene Datum für die Zusage einfach ignorieren. Wie soll man da nur planen…? Gemeinerweise steigt die Anzahl der Gäste, die sich nicht zurückmelden, proportional zur Anzahl aller eingeladenen Gäste. Also fehlen bei besonders vielen Eingeladenen auch besonders viele Antworten. Und wer mag schon 100 Leuten hinterhertelefonieren? Wer nur den engsten Familienkreis und die besten Freunde einlädt, hat da meist wenig Sorgen. Wenn es aber unbedingt eine Riesensause werden soll, spart Ihr Euch doch das Datum für die Rückmeldung auf der Einladung. Schreibt lieber, Ihr rechnet fest mit Ihrem Erscheinen und wer nicht kann, sagt bitte bis zum… ab. Trotzdem solltet Ihr es bei sehr vielen eingeladenen Gästen aushalten können, dass ihr mit ziemlicher Sicherheit für einige ohne Absage nicht erscheinende Gäste mitbezahlt.

 

Was du noch tun kannst

 

Setz dich in Ruhe hin und schreib mal auf, was schon alles geschafft ist. Du wirst staunen, wieviel da bereits fertig ist. Auf die Erfolge zu schauen, tun einfach nur gut.

 

Schnapp dir dein zukünftiges Ehegespons und unternimm mit ihm etwas Schönes, das nicht mit der Hochzeit zu tun hat. Über die Heirat zu reden, ist an diesem einen Tag verboten. Wetten, dass euch beiden andere nette Gesprächsthemen einfallen und ihr wunderbar den Kopf frei bekommt?

 

Das Gleiche gilt für dich allein. Häng nicht deine Freizeitbeschäftigungen an den Nagel, weil du die Heirat für wichtiger hältst. Ab und zu ein Wellnesstag, sich mal sportlich auszupowern und genüsslich einen kitschigen Film mit deinen Freundinnen anzusehen erhalten deine Freude über den bevorstehenden Hochzeitstag besser als schnell und schwer gestresst fertigzuwerden.

Mehr Facts

Kennenlernspiele

 

Ihr wünscht Euch, dass sich auf Eurer Hochzeitsfeier alle Gäste gut verstehen und sich besonders die beiden Familien- und Freundeskreise kennenlernen? Erfahrt hier Tipps und Spiele, mit denen Euch das gut gelingt.

 

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